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Begegnung mit Baruma

Neulich auf dem Wochenmarkt in Baden kam ich ins Gespräch mit Vertretern des Hilfswerks Baruma.org. Zwischen frischem Gemüse und intensiver, zitronig-frischer und rauchig-herzhafter Düfte internationaler Spezialitäten erzählten sie mir von ihrem Engagement in der senegalesischen Region Kolda. Es war ein Moment, der mir einmal mehr zeigte, wie wichtig es ist, sich umeinander zu kümmern: Dies gilt nicht nur lokal, sondern auch über Kontinente hinweg.

Baruma – Hilfe, die Kreisläufe in Gang bringt

Baruma ist mehr als ein klassisches Hilfswerk. Seine Initiativen konzentrieren sich darauf, Bildung, Gesundheit und wirtschaftliche Eigenständigkeit in den Dörfern im und rund um Ort Kolda zu stärken. Besonders wichtig ist dabei, dass lokale Wirtschaftskreisläufe aufgebaut werden: Frauen bewirtschaften Gemeinschaftsgärten, Schulen werden renoviert, kleine landwirtschaftliche Projekte erhalten Unterstützung. Das Ziel ist hier nicht nur Hilfe für den Augenblick, sondern nachhaltige Perspektiven für die ganze Region.

Vom Wochenmarkt in Baden nach Kolda

Was mich beeindruckte, war, auf einem Markt in der Schweiz von einem Hilfsprojekt in Westafrika zu hören und zu spüren, wie «nah» uns solche Geschichten «sein können». Der Gedanke liegt daher nahe: Warum nicht selbst einmal in die Region Kolda reisen?

Eine Reise dorthin bedeutet mehr als eine landschaftlich reiche Gegend im südlichen Senegal kennenzulernen, da sie auch die Möglichkeit bietet, den Menschen hinter Projekten wie Baruma zu begegnen. Zu sehen, wie aus Ideen konkrete Verbesserungen für Schulen, Gesundheit und Landwirtschaft entstehen, lässt eine Reise zu vielen, interessanten Begegnungen auf Augenhöhe werden.

Weshalb das wichtig ist

Hilfswerke wie Baruma zeigen, dass Veränderung nicht von außen „verordnet“ werden kann. Da Veränderungen dort entstehen, wo involvierte Menschen gemeinsam anpacken; beinahe einerlei, ob in Kolda selbst oder auf einem Wochenmarkt in Baden.
Wer den Senegal besucht, kann Teil dieser Bewegung werden: durch Interesse, Gespräche und vielleicht sogar durch Unterstützung. Denn Reisen darf mehr, als Neues zu eröffnen; es vermag zugleich, unvergessliche und nachhaltige Verbindungen zu schaffen.

Zur Webseite: Baruma.org

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Senegal auf der BIT in Mailand

Auf der Messe BIT in Mailand besuchte ich 2022 den Stand von Senegal. Sie servierten leckere Speisen und feine Getränke, dazu eine fröhliche Atmosphäre. Ich fühlte mich wohl und stimmte Lieder an. Cheik Niang, ein Vertreter von Chicotour meinte sofort, als er meine Webseite gesehen hatte, man könne Motorradtouren organisieren.

Senegal bietet vielfältige Möglichkeiten, das facettenreiche Land ist auch «das Tor Afrikas». Im Prospekt von Chicotour waren drei Strecken erwähnt, nach Adrar in Mauretanien, nach Gambia und Tansania. Alles wurde auf Italienisch wiedergegeben. Cicotour bietet zusätzlich noch viele reizvolle Ausflüge an.

Das Hotelangebot des Senegal ist gut, und das dazugehörige Tourismusbüro möchte mit jedem Stand Gäste anlocken. Die Fluglinien Neos bietet einen Direktflug ab Mailand nach Dakar. Hierfür lohnt es sich, Reisen zu verkaufen.

Ich bin sicher, wunderbar mit Agenturen im Senegal arbeiten zu können. Die Webseite von Cicotour überzeugte mich. Gespannt bin ich, ob es uns gelingt, mehr Inhalte auf Senegaltours zu packen.

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Dakar das Tor zur Hölle?

Ich las dieses spannende Buch, «Ein Coffee togo in Togo»:
Ein junger Unternehmensberater ist mit seinem Fahrrad in Europa und Westafrika unterwegs. Als Kaffeeliebhaber will er nach Togo. Als Radfahrer sieht er reichlich viel von Westafrika und die Megastädte.
Buch Ein Coffee togo in Togo

Dakar bezeichnet er als «Tor zur Hölle». Der Moloch vom Verkehr, die Elendsviertel und überall der Schmutz. Als Radfahrer erlebt er alles intensiv. Das ist auch ein Grund dafür, dass Afrikareisende Städte meiden sollten. Dort existieren aber einige schöne Quartiere, natürlich dort, wo die Reichen wohnen, in der Nähe moderner Geschäftsviertel.

Doch die übrigen Gebiete wirken gegenüber Europäer eben wie «das Tor zur Hölle».

Al Imfeld versucht Lösungen aufzuzeigen. Die afrikanischen Städte sollten sich zu Agro-Cities entwickeln, was bedeutet, sich weitgehend selbst zu versorgen. Das Buch las ich nur teilweise, doch gefielen mir wirklich dessen Lösungsansätze. So würden sich Touristen in Dakar auch meiner Meinung nach wohler fühlen. Leider ist Al Imfeld 2017 verstorben, seine Webseite ist noch im Netz. Es wäre schön, wenn seine Ideen weitergetragen werden.
AgroCity in Afrika

Afrika steht im Städtebau vor riesigen Herausforderungen. Was denken unsere Leser darüber?

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